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Pressemitteilung

Thonet oder Tand?

Beratung und Begutachtung von Thonet-Möbeln am Sonntag, 21. August 2011, von 14.00 – 17.00 Uhr im Roentgen-Museum Neuwied

Im Rahmen der Ausstellung „Möbeldesign – Roentgen, Thonet und die Moderne“ im Roentgen-Museum und in der Städtischen Galerie Mennonitenkirche Neuwied finden an jedem Wochenende Führungen statt. Am Sonntag, 21. August 2011, veranstaltet das Roentgen-Museum Neuwied ähnlich bekannter Fernsehsendungen von 14 – 17 Uhr eine Beratung und Begutachtung von Thonet-Möbeln unter dem Titel „Thonet oder Tand“.

Besitzer von Thonetmöbeln oder ähnlichen Möbeln haben die Gelegenheit, ihre Möbel aus gebogenem Holz mit in das Museum zu bringen. Der Sammler und Thonet-Kenner Wolfgang Thillmann wird die Möbel begutachten und etwas zur Herstellung, Herstellungszeit und Wert sagen. Dieser Service steht allen offen und ist - außer dem Eintritt in die Ausstellung - kostenlos. Auch Interessierte ohne Möbel sind herzlich willkommen.

Die Familie Roentgen – Portraits und Möbel

Themen-Führung am Sonntag, 07. August 2011, um 14.30 Uhr, im Roentgen-Museum Neuwied

Mit einer „Vielseitigkeit, einer Gewandtheit und einem Adel der Gesinnung, Duldung und Menschenliebe“, so wird Abraham Roentgen, einer der bedeutendsten Möbelkünstler des 18. Jahrhunderts, charakterisiert. Das Portrait dieses bedeutenden Neuwieder Handwerkers befindet sich im Roentgen-Museum Neuwied und lässt diesen Charakter erkennen.

Unter dem Titel „Die Familie Roentgen - Portraits und Möbel“ wird Museumsleiter Bernd Willscheid am Sonntag, 07. August 2011, um 14.30 Uhr im Roentgen-Museum Neuwied im Rahmen einer Themen-Führung durch die Ausstellung „Möbeldesign – Roentgen, Thonet und die Moderne“ auf das Leben und Wirken Abraham Roentgens und seines noch berühmteren Sohnes David näher eingehen.

Die Teilnehmer der Führung erfahren von Abraham Roentgens Wanderjahre über Holland nach England, dem Aufbau der Werkstatt in Herrnhaag und dem Umzug nach Neuwied, wo seine Werkstatt sich zu einer europaweit bedeutenden Möbelmanufaktur entwickelte. Das Wirken der Roentgens wird in der Führung immer wieder mit den ausgestellten Möbeln in Verbindung gebracht.

Auch die Portraits der Ehefrauen sowie der Nachfahren der berühmten Möbelkünstler werden in der Führung vorgestellt. Ist Abraham Roentgens Ehefrau eher als Muter und Hausfrau bekannt, so begleitete die Frau David Roentgens ihren Mann auf Reisen bis nach St. Petersburg. Deren Söhne und weitere Nachfahren wählten nicht mehr das Tischlerhandwerk als Beruf, sie wurden Theologen, Diplomat und Forscher.

Die Besucher erhalten mit der Führung einen Einblick in eine Unternehmerfamilie des 18. Jahrhunderts, die nicht nur prächtige Möbel für die europäischen Fürstenhöfe fertigte, sondern auch mit bedeutenden Persönlichkeiten ihrer Zeit in enger Verbindung standen.

Zum Abschluss der Führung werden auch einige Möbel mit ihren vielfältigen Funktionen vorgeführt.


Thonet aus der Sicht eines Sammlers

Themen-Führung am Sonntag, 31. Juli 2011, um 14.00 Uhr, im Roentgen-Museum Neuwied und in der Städtischen Galerie Mennonitenkirche Neuwied

Am Sonntag, 31. Juli 2011, findet um 14 Uhr eine Themen-Führung durch die gesamte Ausstellung „Möbeldesign – Roentgen, Thonet und die Moderne“ statt. Wolfgang Thillmann, der für den Thonet-Bereich zuständige Ausstellungskurator, gleichzeitig Thonetsammler und Thonetkenner, wird aus der Sicht eines Sammlers durch die Ausstellung führen. Die Teilnehmer treffen sich um 14 Uhr im Roentgen-Museum, nach der dortigen Besichtigung folgt der zweite Teil in der Städtischen Galerie Mennonitenkirche.

Nur wenige Kilometer von Neuwied entfernt gründete Michael Thonet (1796-1871) in Boppard 1819 im Alter von nur 23 Jahren seine erste Schreinerwerkstatt. Ab der Mitte der 1830er Jahre stellte er Möbel in der Schichtholztechnik her. Finanzielle Schwierigkeiten und eine angebliche Empfehlung des österreichischen Staatskanzlers Fürst Metternich veranlassten ihn schließlich, 1842 nach Wien zu gehen. Dort stellte er anfangs Luxusmöbel und Parkettböden her, mit dem berühmten Kaffeehausstuhl Nr. 14 trat er dann in die Massenproduktion ein. Es entstand ein weltweites Wirtschaftsimperium. Heute ist die Firma Thonet in Frankenberg/Hessen der einzige Betrieb, der von Nachfahren Michael Thonets geführt wird.

Wolfgang Thillmann wird in der Führung berichten, wie er zu dem Interesse an Thonet-Möbeln gekommen ist, was ihn hierzu inspiriert hat. In der Ausstellung wird er eine Reihe von Möbeln in ihrem Design und ihrer Verarbeitungstechnik vorstellen Weiter erfahren wir, wie Thillmann zu diesen Erwerbungen kam.

Roentgen – Möbel für Bischöfe und Fürsten

Themen-Führung am Sonntag, 24. Juli 2011,
um 14.30 Uhr, im Roentgen-Museum Neuwied

Roentgen-Möbel geöffnetRoentgen-Möbel geschlossen

Im April 1766 begibt sich der 23jährige David Roentgen - Mitarbeiter in der väterlichen Möbelwerkstatt in Neuwied, aber noch nicht Firmeninhaber - nach Schloss Veitshöchheim, dem kleinen, aber prächtigen Rokoko-Sommerschloss des Würzburger Fürstbischofs, und liefert im Auftrage seines Vaters Abraham Roentgen mehrere Schreib- und Spieltische. Adam Friedrich von Seinsheim, nicht nur Bischof in Würzburg sondern auch in Bamberg, ist der Kunde, der die kostbaren Werke der Roentgens zu schätzen weiß. Eines dieser gelieferten Möbel, bis heute im Besitz der Nachfahren der Familie von Seinsheim und noch nie in der Öffentlichkeit präsentiert, zeigt die Ausstellung „Möbeldesign – Roentgen, Thonet und die Moderne“ im Roentgen-Museum Neuwied.

Ein weiterer geistlicher Würdenträger, Johann Philipp von Walderdorff, Trierer Erzbischof und Kurfürst, gilt als Abraham Roentgens wichtigster Kunde, für dessen neu errichtete bzw. modernisierte Schlösser er prächtige Möbel erstellt. Eine Schreibkommode mit Aufsatz, geschmückt mit fein gefertigten Einlegearbeiten in Holz und graviertem Messing, sowie auch ein zierliches Salontischchen schmückten einst die Trierischen Schlösser, heute Leihgaben in der Neuwieder Möbel-Ausstellung.

Aber nicht nur die prachtliebenden Fürstbischöfe der Barockzeit, vor allem kunstsinnige weltliche Fürsten erwerben ihre Möbel in Neuwied. Caroline Markgräfin von Baden oder der regierende Graf zu Solms-Laubach sind frühe Kunden der Roentgens.

David Roentgen, der Sohn Abrahams, entwickelt sich eine eigene Marktstrategie und beliefert in großem Stil die europäischen Königshöfe. Paris, Berlin und St. Petersburg werden seine begehrten Ziele, Marie Antoinette und Ludwig XVI. von Frankreich ernennen ihn zum Hoflieferanten. Die Schwägerin des Königs, die Gräfin de Provence, erwirbt eine große, mit teuren Bronzen verzierte Schatulle, die zum Schreibpult verwandelt auf Reisen benutzbar ist. Auch dieses kostbare Stück beeindruckt in der Ausstellung im Roentgen-Museum die Besucher. Eine Reihe von Verwandlungstischen, wie der ausgestellte kostbare Frisier- und Schreibtisch in Mahagoniholz und mit französischen Bronzen, finden sich auch in den Lieferungen an den russischen Zarenhof.

Am Sonntag, 24. Juli 2011, wird um 14.30 Uhr Museumsleiter Bernd Willscheid im Rahmen der Themen-Führung „Roentgen – Möbel für Bischöfe und Fürsten“ die Besucher durch die Sonderausstellung führen. Er wird auf besondere Möbelstücke hinweisen, von denen genau bekannt ist, wer sie in früherer Zeit benutzt hat. Die Besucher erfahren aus dem Leben der illustren Kunden der Roentgens und können sich so in die vornehme Welt des 18. Jahrhunderts verführen lassen.

Die vielfältigen Funktionen der Möbel, ihre Geheimfächer und technischen Raffinessen werden an einigen Möbeln vorgeführt!

Kuratoren-Führung durch die bedeutende Möbelausstellung Roentgen-Thonet

Sonntag, 17. Juli 2011, um 14.00 Uhr, im Roentgen-Museum Neuwied und anschließend in der Städtischen Galerie Mennonitenkirche in Neuwied

Mitglieder des deutschen Restauratorenverbandes oder Studenten und kunsthistorisch interessierte Besuchergruppen aus Belgien besuchten bisher unter fachkundiger Führung und mit hervorragender Resonanz die bedeutende Ausstellung „Möbeldesign – Roentgen, Thonet und die Moderne“ im Roentgen-Museum und in der Städtischen Galerie Mennonitenkirche in Neuwied.

Am Sonntag, 17. Juli 2011, findet ab 14.00 Uhr eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Möbeldesign – Roentgen, Thonet und die Moderne“ statt. Die beiden Kuratoren der Ausstellung, Museumsleiter Bernd Willscheid und Thonetkenner Wolfgang Thillmann, führen im Roentgen-Museum und anschließend in der Städtischen Galerie Mennonitenkirche.

Anlässlich des 300. Geburtstages des bedeutenden Möbelkünstlers Abraham Roentgen werden rund 150 Möbel von Abraham und David Roentgen sowie von Michael Thonet und seinen Nachfolgern präsentiert. Kostbarkeiten, wie der Sekretär des Trierer Erzbischofs Johann Philipp von Walderdorff aus dem Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museum oder ein Verwandlungsmöbel aus einem bayerischen Schloss, geben neben weiteren rund 30 Leihgaben einen beeindruckenden Einblick in das Werk Abraham und David Roentgens. Thonet-Möbel aus verschiedenen Zeiten, hierunter der Kaffeehaus-Stuhl, der berühmte „Liechtensteiner“, aber auch moderne Kunststoff-Möbel von Charles Eames oder Verner Panton, erweitern die Ausstellung zu einer einmaligen und bisher noch nie gezeigten Gegenüberstellung von Werken der bekanntesten deutschen Möbelkünstler, die ihre Wirkungsstätten am Mittelrhein hatten.

Die Teilnehmer der Kuratoren-Führung erfahren nicht nur vom Leben und Wirken der Roentgens und Thonets, auch werden die mechanischen Raffinessen einiger Roentgen-Möbel sowie die Verarbeitung der Thonet-Möbel den Besuchern vorgeführt und beschrieben.

Möbelexperte aus London besucht die Roentgen-Thonet-Ausstellung in Neuwied

Besuch Dr. Christopher Wilk Victoria and Albert Museum London

Am Dienstag, 31. Mai 2011, besuchte Dr. Christopher Wilk, Kurator für Möbel, Stoffe und Mode am Victoria and Albert Museum in London, die Ausstellung „Möbeldesign – Roentgen, Thonet und die Moderne“ im Roentgen-Museum und in der Städtischen Galerie Mennonitenkirche Neuwied. Oberbürgermeister Nikolaus Roth als Vorsitzender der Abraham und David Roentgen-Stiftung, Museumsleiter Bernd Willscheid und Wolfgang Thillmann, Kurator für den Bereich „Thonet und die Moderne“, begrüßten den Gast, der zu den bedeutendsten Möbelexperten Europas zählt und bereits zahlreiche bedeutende Sonderausstellungen in London durchführte.

Eigens für die Ausstellung war Christopher Wilk nach Neuwied gereist und besuchte mit großem Interesse beide Ausstellungsorte. Selbst Kenner von Roentgen- und Thonet-Möbeln, hatte er für die Ausstellung in Neuwied aus seinem Department im Victoria and Albert Museum eine Leihgabe zur Verfügung gestellt: Ein kostbarer, schichtverleimter Stuhl von Peter Mündnich aus Koblenz, der um 1840 in der Art der Bopparder Thonet-Stühle gefertigt worden war. Dieses Sitzmöbel ist bisher in Deutschland noch nicht gezeigt worden.

Besuch Dr. Christopher Wilk Victoria and Albert Museum London

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Besuch Dr. Christopher Wilk Victoria and Albert Museum London


Führung durch die Möbelausstellung Roentgen-Thonet

Sonntag, 5. Juni 2011, um 14.30 Uhr, im Roentgen-Museum Neuwied


Am Sonntag, 5. Juni 2011, findet um 14.30 Uhr im Roentgen-Museum Neuwied eine öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Möbeldesign – Roentgen, Thonet und die Moderne“ statt.

Anlässlich des 300. Geburtstages des bedeutenden Möbelkünstlers Abraham Roentgen zeigen das Roentgen-Museum und die Städtische Galerie Mennonitenkirche Neuwied eine große Präsentation von Roentgen- und Thonet-Möbeln. Über 100 Kostbarkeiten aus dem 18. Jahrhundert bis in die Moderne werden präsentiert und zeigen die Entwicklung des Möbeldesigns über fast drei Jahrhunderte.

Museumsleiter Bernd Willscheid wird im Roentgen-Museum die zahlreichen Leihgaben aus bedeutenden Museen und Privatsammlungen vorstellen. Hierbei wird er auch die Funktionen einiger Verwandlungsmöbel, beispielsweise von Schreib- und Frisiertischen, vorführen. Die Teilnehmer der Führung erfahren vom Leben und Wirken der bedeutendsten deutschen Möbelkünstler Roentgen und Thonet.

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